Ergebnisse der Umfrage zur TI- Anbindung

17/6/19
Praxisführung

Ergebnisse der Umfrage zur TI Anbindung bayerischer Zahnarztpraxen

Diese Umfrage wurde von Zukunft Zahnärzte Bayern, ZZB, durchgeführt.

Teilnehmer bis zum 16.06.2019: 451

Ergebnisse:

76 % der bayerischen Zahnärzte lehnen die Anbindung an das elektronische Gesundheitsnetz ab.

35 % der bayerischen Zahnarztpraxen führen deshalb keine Anbindung an die TI durch.

Weitere 41 % lehnen die TI Anbindung grundsätzlich ab,führen aber dennoch eine Anbindung durch.

20 % lehnen die TI Anbindung nicht ab.

Als überwiegender Grund (91%) für die Ablehnung wurden Datenschutzbedenken genannt.

Insgesamt haben sich 49 % der Teilnehmer bereits angebunden.  

Für eine “ Stand- Alone“ -Lösung haben sich nur 6 % der Teilnehmer entschieden.

10% haben die Anbindung unter Umgehung ihrer Firewall vorgenommen.48 % wissen nicht, wie die Anbindung durch die Service Techniker erfolgte.

Verlief die Anbindung überwiegend komplikationslos gaben 30% der Teilnehmer Probleme an.

Zusätzlicher Zeitaufwand bei der Installation war bei 48 %unter 5 Stunden, bei 16 % bei 5 bis 10 Stunden, bei 3 % bei 10 – 15 Stunden undbei 4 % über 15 Stunden erforderlich.  

Die Hälfte musste die Hotline des Konnektorherstellers in Anspruch nehmen, 70 % waren mit dem Service zufrieden.  

Bei circa der Hälfte der Zahnarztpraxen deckte die Pauschale die Kosten vollständig ab. Die Höhe der Unterdeckung betrug bei 30 % mehr als 500 Euro.  

Bei 73 % läuft die Anbindung nun problemfrei. 27 % gaben allerdings bestehende Schwierigkeiten an.

Kritische Würdigung der Ergebnisse:

Insgesamt lehnen 2/3 der bayerischen Zahnärzte (76 %) die TI Anbindung überwiegend aus datenschutzrechtlichen Bedenken ab. Dieses Ergebnis stellt ein eindeutiges Votum gegen die Anbindung an das elektronische Gesundheitsnetz dar.  

Trotz drohender Sanktionen weigert sich eine große Anzahl von Zahnärzten in Bayern (35 %), an die TI angebunden zu werden, weil sie Datenschutzbedenken haben.

Fast die Hälfte hat sich bereits angeschlossen, ein Teil davon trotz datenschutzrechtlicher Bedenken.

Die Anbindung erfolgte bei über der Hälfte der Teilnehmer unter Umgehung der Firewall oder in Unkenntnis des Sicherheitsstatus der PC-Anlage. ZZB ist bekannt geworden, dass Servicetechniker mitunter eine Anbindung ohne Firewall empfohlen haben, offenbar weil die Anbindung dann komplikationsloser erfolgen konnte. Zu diesem Punkt ist eine eindeutige Aufklärung seitens der zahnärztlichen Körperschaften zu fordern.  

Die Installation der TI Anbindung erfolgte in der Regel komplikationslos und funktioniert. Ein zusätzlicher Zeitaufwand war in der überwiegenden Zahl der Praxen erforderlich.  

 

Dr. Armin Walter

 

P.S.: ZZB bedankt sich bei allen Zahnärztinnen und Zahnärzten, die an der Umfrage teilgenommen haben. Die Auswertung der Daten wird Vielen eine Entscheidungshilfe sein. Gegenüber der Politik ist das Ergebnis ein eindeutiges Votum gegen die TI Anbindung an das elektronische Gesundheitsnetz.

 

Die Umfrage ist weiterhin offen – Die Teilnahme ist weiterhin uneingeschränkt möglich.

Ein Update der Ergebnisse wird zeitnah erfolgen.

ZZB wird sich zukünftig verstärkt direkt an die politisch Verantwortlichen wenden und die Ergebnisse der Umfrage und das Votum der bayerischen Zahnärzte vertreten.

 

 

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